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Die richtige Lichtfarbe fürs Büro – 5 Tipps!

Die richtige LIchtfarbe für BüroBeim Thema Licht und Lichtfarbe geht es nicht nur um Helligkeit oder den einfachen Einsatz energiesparender Leuchtmittel. Licht ist ein Mittel räumlicher Gestaltung und kann, richtig implementiert, im Büro mehr als nur ansprechend aussehen. Die perfekte Beleuchtung hilft auch dabei, die Effizienz der Arbeit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu steigern. Wie genau Sie das perfekte Licht fürs Büro finden, erfahren Sie in diesen fünf Tipps.

 

 

1. Lichtfarbe verstehen

Zunächst einmal sollten Sie, noch bevor Sie sich mit der Beleuchtung beschäftigen, genau verstehen, was mit Lichtfarben und Lichttemperatur gemeint ist. Weiße Leuchtmittel können als Lichtfarbe eher warmweiß, neutralweiß oder tageslichtweiß sein. Das Spektrum der Lichtfarbe weißer Leuchtmittel reicht also von orange-gelben Lichtern bis hin zu bläulichem Licht.
Gemessen wird die Lichttemperatur in Kelvin, je niedriger die Lichttemperatur ist, desto gelber ist das Leuchtmittel. Das mag zunächst wenig intuitiv klingen, schließlich waren alte Glühlampen ja eher gelbstichig und extrem warm. Doch die Angaben in Kelvin beziehen sich hier auf physikalisch gemessene Temperaturen und blaue Gasflammen sind deutlich heißer als orange und rot lodernde Lagerfeuer.

Während traditionelle Glühlampen auf den gelben Ton angewiesen waren, weil das Licht eigentlich nur ein Nebeneffekt des erhitzten Wolfram-Drahtes war, sind moderne LEDs viel flexibler. Warmweiße Töne (bis 3.300 Kelvin), neutralweiße Töne (3.300 bis 5.300 Kelvin) und tageslichtweiße Töne (ab 5.300 Kelvin) bieten jeweils unterschiedliche Vorteile und die perfekte Lösung für jedes Büro gibt es nicht. Stattdessen müssen Sie für den richtigen Einsatzort die richtige Lösung finden und machen Ihr Büro so zu einem Ort, an dem die Lichtfarbe Wohlbefinden und Arbeitsamkeit steigert.

 

 

2. Die Lichtfarbe auf den Einsatzzweck abstimmen

Grundsätzlich ist Neutralweiß und Tageslichtweiß als Lichtfarbe eher für den Alltag im Büro geeignet als Warmweiß, allerdings gibt es auch hier unterschiedliche Einsatzgebiete.
Zunächst einmal sollten Sie bedenken, dass der Kontrast zum Tageslicht und zum Computerbildschirm möglichst gering sein sollte. Harsche Kontraste wirken sich negativ auf die Augen und den Kopf aus und sorgen für Konzentrationsdefizite. In warmweißen Umfeldern wirken Bildschirme regelrecht giftig, auch mit einfallendem Tageslicht mischt eine gelbliche Lichtfarbe sich nur sehr schlecht.
Neutralweiß eignet sich dabei perfekt als Grundlicht, das sich über große Fluter von der Decke aus elegant im Raum verteilt. Wird die neutralweiße Lichtfarbe zusätzlich von weißen Wänden und Decken in den Raum reflektiert, so entsteht eine perfekte Grundstimmung für den Arbeitsplatz. Die Augen Ihrer Mitarbeiter können sich entspannen und voll auf die Arbeit konzentrieren, der Kontrast zum PC, Notebook oder Tablet ist weder in der Helligkeit, noch in der Lichtfarbe zu groß.

Eine tageslichtweiße oder kaltweiße Lichtfarbe kann sehr kühl und blaustichig wirken. Dies sorgt dafür, dass das menschliche Auge feinmechanische Arbeiten sehr gut durchführen kann, auch die Linien- und Farberkennung funktioniert hier am besten. Das Gehirn bekommt einen hormonellen Schub, die Lichtfarbe entspricht der der Mittagssonne in Nordeuropa. Kaltweiße LEDs bieten die perfekte Lichtfarbe in Werkstätten oder für Grafiker, sie können als Schreibtischlampen und individuelle Arbeitsplatzbeleuchtung den nötigen Schub Konzentration geben.
Auch eine warme Lichtfarbe im Büro ist nicht automatisch tabu, für Flure können warmweiße Leuchtmittel ideal sein, auch in Pausen-, Empfangs- und Entspannungsräumen ist warmweiß die richtige Wahl. Diese Lichtfarbe vermittelt einen entspannten, fast schon privaten Eindruck und hilft beim Abspannen.

 

 

3. Die Wissenschaft plädiert für Flexibilität

Wie warm und kalt ein Licht sein darf oder sein soll, ist nicht rein objektiv messbar. Zu diesem Ergebnis kam etwa eine Studie des Fraunhofer Institutes, die bereits 2013 auf der Strategies in Light präsentiert wurde.
Auch kulturelle Aspekte und sogar die Außentemperatur beeinflussen, bei welcher Lichttemperatur wir uns am wohlsten fühlen. Menschen aus kühlen Regionen bevorzugen eher warmes Licht, bei Menschen aus dem warmen Süden ist es genau umgekehrt. Analog dazu liegt auch die Präferenz der Lichtfarbe im Herbst und Winter eher bei warmweißen Leuchtmitteln, im Sommer werden Tageslichttemperaturen vorgezogen.

Auch abhängig von der Tageszeit sollte die Lichttemperatur eigentlich wechseln und morgens und mittags sorgen kältere Töne im Büro für mehr Arbeitsamkeit, während zum Abend hin die Lichtstimmung wärmer werden darf.
Diese Präferenzen sollte Licht bedienen können und moderne LED-Lösungen können dies nicht nur leisten, sondern lassen sich sogar per App regulieren. Was im Smart Home den Weg in den Alltag findet, wird auch in modernen Büros immer mehr zum Standard. Selbst moderne Computerbildschirme, Smartphones und Fernseher wechseln zum Abend hin die Lichttemperatur, um die Augen nicht zu überanstrengen. Diese Ansprüche sollten Sie unbedingt auch an die richtige Beleuchtung im Büro stellen.
Den empfohlenen Tagesstart mit warmweißem Licht und den Übergang zu kühlerer Lichtfarbe müssen Sie im Büro aber nicht beachten, für diesen Wechsel in der Lichtstimmung müssen Arbeitnehmer bereits zuhause sorgen.

 

 

4. Tageslicht setzt Hormone frei

Mit Tageslicht fühlt der Mensch sich wach, reagiert am besten, kann sich leichter konzentrieren und die Produktivität steigern. Nicht umsonst wird empfohlen, dass Büroräume große Fenster und viel Grundlicht brauchen, das den Raum erhellt. Bereits die Römer bauten OPs mit Fenstern zum Südhof, um gleichmäßiges Tageslicht zu erhalten.
Nun ist eine helle Fensterfront nicht in jeder Immobilie problemlos zu realisieren, gerade hier sollten Sie auf eine neutralweiße bis tageslichtweiße Lichtfarbe achten. Diese stellt als Grundlicht die Lichtqualität von natürlichem Tageslicht nach und verleiht Räumen eine natürliche Sachlichkeit.

Farb- und Schriftwiedergabe funktionieren hier optimal. Arztpraxen und Redaktionen setzen gleichermaßen auf eine derartig kühle Lichtfarbe, für größere Büros sind manchmal noch kühlere Leuchtmittel (im Bereich über 6000 Kelvin) als Grundlicht empfehlenswert. Vor allem dann, wenn es an natürlichem Tageslicht mangelt.
So halten Sie Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit auf einem Niveau, das jeder Mitarbeiter auch unter freiem Himmel hätte. Und das ist nicht nur subjektiv wahrnehmbar, sondern im Gehirn messbar. Die Lichtfarbe im Büro dient in diesem Fall dazu, den menschlichen Biorhythmus zu stimulieren.

 

 

5. Lichter, Fenster, Einrichtung

Auch wenn Sie die perfekte Beleuchtung für Ihr Büro gefunden haben, muss noch längst nicht alles stimmen. Neben der Lichtfarbe ist auch Ihr Einsatz entscheidend, dazu gehört auch die räumliche Anordnung.
Bildschirme etwa sollten orthogonal zur Fensterfront angeordnet sein, um nicht zu viel Licht zu reflektieren. Grundlichter sollten sich weich, möglichst diffus und gleichmäßig im Raum verteilen, Arbeitsleuchten müssen gerichtetes Licht für jeden Schreibtisch liefern.

Außerdem müssen Lichtintensität und Lichtfarbe auch auf den Raum und die Einrichtung abgestimmt sein. Wirft eine weiße Wand 85 Prozent des Lichtes zurück, sind es bei den sehr modischen Backsteinwänden nur 15 Prozent, zumal das Licht nach der Reflexion einen Rotstich erhält. Bei Hölzern sind es (je nach Helligkeit) knapp über 30 Prozent, dies ist nicht nur bei altmodischen Vertäfelungen wichtig, sondern auch bei moderner Einrichtung im Industrial Design.
Die richtige Lichtfarbe alleine garantiert also noch nicht, dass das Licht auch ankommt. Erst im Zusammenspiel mit der Einrichtung und Struktur des Büros kann die Lichtfarbe ihre volle Wirkung entfalten.

 

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Stimmt das Licht, stimmt die Leistung

Die richtige Lichtfarbe schickt die richtigen Signale ans menschliche Gehirn. So wie ein kaltweißes Licht zum Abend dafür sorgt, dass Sie nicht schlafen können, sorgt warmweißes Licht im Kontrast zum Bildschirm für überspannte Augen oder sogar Kopfschmerzen.
Die Lichtfarbe sollte also nicht nur ein Nachgedanke sein und ist fürs Büro ebenso wichtig wie der richtige Stuhl am Schreibtisch – Ergonomie beginnt schon mit den Augen.

 

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